Kurz und gut.

Jeder von uns hat sich schon durch Präsentationen, Vorträge und Info-Broschüren gelangweilt, viel Zeit investiert und wenig verstanden. Bei „Brot am Haken“ sollten alle schnell „im Bild“ sein, die Idee verstehen und sich dabei eben nicht langweilen. Die Erklär-Experten der explain it GmbH haben uns dafür ein wunderbares Erklärvideo geschenkt.

Der Blick durch die Bürofenster von „explain-it“ schweift hoch über den Dächern von München bis an die Alpenkette. Drinnen merkt man, dass das Unternehmen seit der Gründung vor fünf Jahren rasant gewachsen ist. Wäre Bürohund Milly kein Zwergpinscher, sondern ein Bernhardiner, Schwanzwedeln hätte Grenzen. Demnächst werden die Erklär-Experten also umziehen. 30 sind es mittlerweile in München, Zürich und Salzburg – „volle Kanne ausgelastet“, sagt Patrick Wiebe, einer der beiden Unternehmensgründer.

Bilder gab es schon lange vor der Schrift. Bilder lassen Emotionen entstehen und sie vereinfachen abstrakte und komplizierte Zusammenhänge. Diesen Umstand nutzt die moderne Wissensgesellschaft gerne und immer häufiger, um kontinuierlich komplexer werdende Prozesse, Strukturen, Entwicklungen zu vermitteln, um kurzweilig, aber nachhaltig zu informieren und Botschaften zu transportieren. Mittendrin im Geschehen fehlt einem selbst aber oft die Distanz, um den Kern der Botschaft noch zu sehen und wichtige von unwichtigen Details trennen zu können – „der Fluch des Wissens“ nennt das Patrick Wiebe.

Den Wald vor lauter Bäume sehen

„explain-it“ sortiert und strukturiert diese sprichwörtlichen Wälder mit vielen Bäumen, formt aus umfangreichen Informationen drei Minuten unterhaltsames Wissen in Form von Erklärvideos. Zeichnungen, Fotos und Animationen machen Prozesse und Dienstleistungen leicht verständlich und nachvollziehbar. Elemente werden rein- und rausgeschoben, es entstehen Assoziationen und Zusammenhänge. (auch Barbaras Kater Felix hat sich bis heute nicht satt gesehen an der Dynamik der explain-it-Videos.). Nach drei Minuten Film versteht man etwa Big Data, wie ein Neutronenflussmessgerät funktioniert, welche Ziele hinter der neuen Unternehmensstrategie stecken – und was „Brot am Haken“ will.

Rotationsprinzip

„Wer bei uns arbeitet, muss in der Lage sein, sich außerordentlich schnell in komplexe Themen einzuarbeiten und sehr gut mit Sprache umgehen können“, sagt Patrick Wiebe. Gute Karten hat derjenige, der bei der Bewerbung schlüssig und kurzweilig Außerirdischen erklären kann, wer der Papst ist.

Vom ersten Briefing-Fragebogen bis zum fertigen Film vergehen in der Regel vier Wochen. „Uns ist es wichtig, dass immer zwei Leute an einem Projekt arbeiten“, erklärt Patrick Wiebe. „Jeder hat einen anderen Blick, jeder merkt sich andere Dinge, man befruchtet sich gegenseitig.“ Je nach Verfügbarkeit und Themenbezug werden die Teams immer wieder durcheinander gewürfelt. Man wolle ganz bewusst keine „eingespielten Teams“, „nicht unbedingt die Wohlfühlatmosphäre“. Das hält die Aufmerksamkeit hoch und schafft immer neue Perspektiven.

„Workshops“ inklusive

Dem „Brot am Haken“-Erklärvideo haben sich Lea Klink und Jakob C. Hüsken angenommen. Beim Briefing-Gespräch mit den beiden Konzeptern lag schon der erste kleine Workshop hinter uns: Wir hatten den explain-it-Fragebogen ausgefüllt und auf an sich einfache Fragen hin nicht unbedingt einfache Antworten finden müssen. Patrick Wiebe weiß: „Der Fragebogen setzt beim Kunden einen Denkprozess in Gang und führt mitunter zur Erkenntnis, dass möglichst viel in die drei Minuten reinzupacken, der falsche Weg sein mag.“

Im Briefing-Gespräch wurden dann die Details geklärt: Wen wollen wir ansprechen, wie hoch soll der Unterhaltungswert sein… Innerhalb weniger Tage entstanden das Drehbuch, der erste Sprechtext und das Storyboard, das Sprechtext und Zeichnungen verbindet. Wir feilten an Details und transferierten von der Bäckerei Neulinger belegte Semmeln, Brot und diverses Gebäck hinaus ins Filmstudio von „explain-it“. Aus den ansehnlichen Fotomodellen wurde nach dem Fotoshooting ein willkommenes Mittagessen. Wir wählten einhellig unseren favorisierten Sprecher, die Postproduktion sorgte mit Schnitt, Sound und Effekten für den finalen Feinschliff. Das Ergebnis seht Ihr hier: …

Bewusst Zeit für soziale Projekte

Trotz der hohen Auftragsdichte nehme sich „explain-it“ bewusst immer wieder Zeit für soziale Projekte, sagt Patrick Wiebe. Non-Profit-Organisationen, Vereine oder Verbände, die gemeinnützige Interessen verfolgen, werden zum Selbstkostenpreis, im Rahmen von Kooperationen oder im Sponsoring unterstützt und gelegentlich – wie bei „Brot am Haken“ – stellt explain-it Wissen und Werk auch kostenlos zur Verfügung. Patrick Wiebe: „Gerade in der heutigen Zeit ist es für Mitarbeiter auch wichtig, sich im Unternehmen sozial engagieren zu können. Wir nutzen diese Projekte gerne auch für neue Kollegen, damit diese sich ohne den Druck von ‚just-in-time‘-Fällen einarbeiten können.“

explain-it-Neuzugang Lea Klink hat die Arbeit am „Brot am Haken“-Video als ihr erstes Projekt viel Spaß gemacht und sie hat die Idee gleich in der WG weiter erzählt. „Meine Freunde fanden es sehr sympathisch, dass Ihr die Bedürftigkeit nicht kontrolliert und Vertrauen schenkt. Wie oft steht man kurz vor Ladenschluss in der Bäckerei und das Geld reicht nicht mehr… .“

Vielen Dank, liebes explain-it-Team, für Euren Einsatz für dieses wunderbare Erklärvideo und für den Blick hinter die Kulissen!

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